10 Tage Irland mit dem Mietwagen

Wie plane ich eine 10-tägige Autotour durch Irland?

10 Tage Irland mit dem Mietwagen: Route, Etappen und die schönsten Stopps

Wie plane ich eine Autotour durch Irland, bei der die schönsten Stopps nicht im Stau auf schmalen Landstraßen enden? Kurz gesagt: Mit zehn Tagen, einer Route entlang der Süd- und Westküste und durchschnittlich 100 bis 200 Kilometern pro Fahrtag. Zehn Tage sind knapp genug, um effizient zu planen, und lang genug, um Dublin, den Südwesten und die Westküste ohne Dauerstress zu verbinden. Dieser Ratgeber zeigt eine konkrete Tag-für-Tag-Route, erklärt, was das Fahren in Irland besonders macht, und sagt auch, was in zehn Tagen nicht mehr geht.

Wie plane ich eine 10-tägige Autotour durch Irland?

Bewährt hat sich eine Schleife im Uhrzeigersinn: Dublin, Rock of Cashel, Cork und Kinsale, Killarney mit Ring of Kerry, Dingle-Halbinsel, Cliffs of Moher und Burren, Galway mit Connemara, dann zurück nach Dublin. Die Entfernungen auf dem Papier sind überschaubar. Die Fahrzeit ist es nicht, denn außerhalb der Autobahnen gibt es schmale, kurvige Straßen, Schafe, Traktoren und häufig Gegenverkehr in Engstellen.

Zwei Planungsgrundsätze vorweg:

  1. Planen Sie mit Fahrzeit statt Kilometern: Auf Nebenstraßen sind Durchschnittsgeschwindigkeiten weit unter dem, was das Navi für Hauptstraßen annimmt.
  2. Zwei Nächte an den Highlights schlagen eine Nacht pro Ort: Killarney und die Region um Dingle oder Galway belohnen einen Tag ohne Gepäckwechsel.

Die Route Tag für Tag

Alle Entfernungen sind gerundete Näherungswerte. Prüfen Sie diese vor der Reise unbedingt mit einem aktuellen Routenplaner, weil Baustellen und Sperrungen die Fahrzeit deutlich verändern.

Tag 1: Ankunft in Dublin (ohne Auto)

Nehmen Sie den Mietwagen erst bei der Abreise aus Dublin. Das spart Parkgebühren und erspart Ihnen den Stadtverkehr bei Linksverkehr und Jetlag. Teile der Altstadt sind ohnehin zu Fuß am besten zu erleben.

Tag 2: Dublin-Rock of Cashel-Cork oder Kinsale

Der erste Fahrtag ist der längste, mit ungefähr 260 Kilometern. Die Strecke ist größtenteils Autobahn und gibt Ihnen Zeit, sich an den Linksverkehr zu gewöhnen. Der Rock of Cashel ist ein guter Zwischenstopp für eine ausgiebige Pause. Übernachten können Sie in Cork oder im Hafenort Kinsale.

Tag 3: Cork und Kinsale-Killarney

Ein kürzerer Tag mit etwa 100 bis 130 Kilometern. Nutzen Sie den Vormittag für Kinsale oder Cork, am Nachmittag fahren Sie nach Killarney. Der Killarney-Nationalpark liegt direkt am Ort.

Tag 4: Ring of Kerry

Die Rundstrecke um die Iveragh-Halbinsel ist rund 180 Kilometer lang und eine der bekanntesten Küstenstraßen des Landes. Viele Reisende fahren sie gegen den Uhrzeigersinn, damit große Reisebusse in dieselbe Richtung unterwegs sind. Ob das auf Ihrer Strecke gilt, erfahren Sie bei Ihrer Unterkunft. Tourism Ireland beschreibt die Strecke mit Highlights auf einer eigenen Seite zum Ring of Kerry.

Tag 5: Dingle-Halbinsel

Die Dingle-Halbinsel ist kleiner als der Ring of Kerry und für viele der schönere Tag. Die Schleife über Slea Head dauert mit Fotostopps einen ganzen Tag. Fahren Sie langsam, die Straße ist stellenweise schmal. Einen Überblick liefert Tourism Ireland zur Dingle-Halbinsel.

Tag 6: Dingle-Cliffs of Moher-Burren

Ein langer Tag mit etwa 180 Kilometern, je nachdem, ob Sie die Fähre über den Shannon nutzen oder um die Mündung herumfahren. Klären Sie Fahrplan und Preis der Fähre vor der Reise, denn Betriebszeiten ändern sich. Am Ziel warten die Cliffs of Moher und die Karstlandschaft des Burren. Planen Sie die Klippen am späten Nachmittag, wenn weniger Besucher unterwegs sind.

Tag 7: Burren-Galway

Ein ruhiger Tag mit wenig Strecke. Der Burren eignet sich für kurze Wanderungen und kleine Dörfer. Am Nachmittag erreichen Sie Galway, eine Stadt, in der Sie abends zu Fuß unterwegs sind.

Tag 8: Connemara

Ein Voller Tag durch Connemara mit Seen, Mooren und Bergen. Wettertipp: Die Landschaft sieht bei Wolken und Licht-Wechsel oft besser aus als bei Dauersonne, aber Regenjacke und Plan B für den Nachmittag gehören ins Gepäck.

Tag 9: Galway-Dublin

Rund 210 Kilometer, überwiegend Autobahn. Rechnen Sie bei der Ankunft in Dublin mit dichterem Verkehr, besonders zur Rushhour. Die Mietwagenrückgabe sollte nicht erst auf den letzten Drücker passieren.

Tag 10: Rückflug

Planen Sie am Abreisetag nichts Neues. Wer früh fliegt, übernachtet idealerweise in Flughafennähe.

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Autofahren in Irland: Was Sie wissen sollten

Linksverkehr und schmale Straßen

In Irland wird links gefahren. Besonders Kreisverkehre und Abbiegen verlangen zu Beginn volle Konzentration. Auf kleinen Landstraßen weicht oft eines von zwei Fahrzeugen in eine Ausweichbucht, wer näher dran ist, fährt hinein. Ein kompaktes Fahrzeug ist hier angenehmer als ein großer Wagen. Automatik ist in Irland verbreitet, aber oft teurer als Schaltung, prüfen Sie die Verfügbarkeit frühzeitig.

Tempolimits, Maut und Papiere

Die Republik Irland nutzt Kilometer pro Stunde auf den Schildern. Die Höchstgeschwindigkeiten unterscheiden sich je nach Straßentyp, auf Landstraßen sind sie niedrig angesetzt. Kontrollieren Sie die Beschilderung, denn die Regeln können sich ändern. Auf einigen Autobahnen fällt Maut an, in Dublin gibt es eine Mautstrecke mit Zahlung ohne Schranke, bei der die Zahlung innerhalb einer Frist nachgeholt werden muss. Fragen Sie Ihren Vermieter, wie die Abrechnung geregelt ist.

Irland gehört nicht zum Schengen-Raum, Sie benötigen für die Einreise einen gültigen Reisepass oder Personalausweis. Die aktuellen Einreise- und Sicherheitshinweise finden Sie beim Auswärtigen Amt. Wer in der Route Nordirland einplant, sollte die dortigen Regeln gesondert prüfen, da Nordirland zum Vereinigten Königreich gehört.

Mietwagen und Unterkünfte: Was Sie vor der Buchung klären

Fahrzeug, Versicherung und Kaution

Die Mietbedingungen unterscheiden sich stark. Achten Sie auf Selbstbeteiligung, Ausschlüsse bei Reifen, Unterboden und Scheiben sowie auf die Höhe der Kaution auf Ihrer Kreditkarte. Lesen Sie die Bedingungen Ihres konkreten Angebots, statt sich auf allgemeine Aussagen zu verlassen. Fotografieren Sie das Auto bei der Übernahme von allen Seiten, besonders die Felgen, denn Bordsteine und Hecken sind auf schmalen Straßen die häufigste Gefahr für Kratzer.

Unterkünfte entlang der Route

In kleinen Orten gibt es oft nur wenige Betten, und in der Hauptsaison sind sie früh weg. Das gilt besonders für Dingle, Killarney und die Gegend um die Cliffs of Moher. Wer flexibel bleiben will, bucht zumindest die Nächte an den Highlights im Voraus und lässt für Übergangstage Spielraum. Frühstück ist in Irland meist deftig und lang, das schafft eine gute Basis für einen Tag im Auto.

Die schönsten Stopps im Überblick

Nicht jeder Stopp braucht einen halben Tag. Als Orientierung, wie viel Zeit Sie pro Station einplanen können:

  • Rock of Cashel: eine bis zwei Stunden, gut als Pause auf der ersten Fahrstrecke.
  • Kinsale: ein Vormittag oder ein Abend, der Hafenort eignet sich für einen Spaziergang und ein Essen.
  • Killarney-Nationalpark: ein halber Tag, wenn Sie kurze Wanderungen oder eine Bootstour einplanen.
  • Slea Head auf der Dingle-Halbinsel: ein ganzer Tag, weil Sie ständig anhalten werden.
  • Cliffs of Moher: zwei bis drei Stunden inklusive Besucherzentrum und Küstenpfad.
  • Connemara: ein ganzer Rundtag, der sich auf wenige Aussichtspunkte konzentriert.

Diese Zeitangaben sind Planungsfaustregeln, keine offiziellen Werte. Je nach Wetter, Saison, Besucherandrang und eigenem Tempo kann es länger oder kürzer werden.

Typische Planungsfehler auf Irland-Rundreisen

Der Klassiker ist, die Fahrzeit nach Kilometern zu berechnen. 100 Kilometer auf einer irischen Nebenstraße sind keine 100 Kilometer auf einer deutschen Autobahn. Der zweite Fehler: jeden Tag das Hotel zu wechseln. Wer jeden Morgen Koffer packt, sieht weniger vom Land. Zudem: kein Puffer für Regen. Irland bietet auch bei schlechtem Wetter viel, Museen, Pubs, Burgen, aber ein voller Tag mit Außenprogramm ohne Alternative kann eher enttäuschen.

Wann reisen: Jahreszeit und Tageslicht

Das irische Wetter ist wechselhaft, Regen gehört in jede Jahreszeit. Im Sommer sind die Tage lang, Sie haben viel Zeit für Etappen, die Hauptorte sind aber stärker besucht. Im Frühjahr und Frühherbst ist weniger los. Im Winter werden die Tage kurz, was bei zehn Tagen mit vielen Fahrstrecken ein klarer Nachteil ist. Buchen Sie Unterkünfte an den Highlights früh, besonders in der Hochsaison.

Wenn Sie nur 7 Tage haben

Mit sieben Tagen wird eine Komplettschleife schnell hektisch. Besser ist es, eine Region zu wählen. Zum Beispiel: Dublin, dann direkt in den Südwesten (Killarney, Ring of Kerry, Dingle) und zurück. Oder: Dublin, Burren, Cliffs of Moher, Galway, Connemara. Streichen Sie, statt zu hetzen. Die Wild-Atlantic-Way-Route lässt sich gut in Abschnitte teilen, die Tourism Ireland auf seiner Seite zum Wild Atlantic Way vorstellt.

Häufige Fragen:

Reichen 10 Tage für Irland?

Für eine Rundreise durch Süden und Westen reichen zehn Tage gut, wenn Sie nicht überall hin wollen. Den Norden der Insel, die Ostküste oder die Midlands decken Sie damit nicht ab.

Wie viele Kilometer fährt man in 10 Tagen?

Mit der oben beschriebenen Route kommen grob 1.300 bis 1.500 Kilometer zusammen. Das ist ein Näherungswert aus unseren Erfahrungen, der aber je nach Abstechern variiert.

Ist es schwierig, in Irland links zu fahren?

Die meisten unserer Gäste und Reisenden gewöhnen sich nach ein bis zwei Tagen daran. Hilfreich sind ein kleineres Auto, ein Beifahrer, der mitdenkt, und kurze Etappen am ersten Fahrtag.

Ihre Irland-Route mit Thoba Reisen

Thoba Reisen plant Autorundreisen und passt sie an Ihre Wünsche an: Fahrerfahrung, Reisezeit, Budget, Unterkunftsstil. Einen Überblick über unsere Angebote finden Sie auf der Seite zu Autoreisen in Irland und unter Irland Rundreisen. Als konkretes Beispiel für eine zehntägige Route dient Der Süden Irlands – Autorundreise 10 Tage. Wer stärker die Atlantikküste im Blick hat, findet bei der Wild-Atlantic-Way-Mietwagenrundreise eine Alternative.

Sie sind unsicher, ob zehn Tage zu Ihnen passen oder ob Sie lieber weniger Stationen wollen? Schreiben Sie uns über die Kontaktseite, wir stimmen die Route mit Ihnen ab.

Tourcode: 10 Tage Irland mit dem Mietwagen