Norwegen per Mietwagen: Die beste Route für 7–28 Tage

Norwegen per Mietwagen. Individuelle Autoreisen Norwegen richtig planen.

Norwegen per Mietwagen: Die beste Route für 7–28 Tage

Norwegen zählt zu den beliebtesten Selbstfahrerzielen Europas, und genau das macht die Planung zur echten Herausforderung. Zu viele Routen, zu viele Highlights, und die Frage „Welche Route ist für eine Norwegen-Rundreise mit dem Mietwagen empfehlenswert?" bleibt oft unbeantwortet. Viele Reisende buchen einen Mietwagen und stellen dann in der Vorbereitung fest, dass Wunschliste und Zeitplan schlicht nicht zusammenpassen.

Das Team von Thoba Reisen plant individuelle Norwegen-Mietwagenrouten, und die häufigste Frage lautet: Welche Strecke schafft man in seiner Zeit wirklich? Dieser Artikel beantwortet genau das. Du findest hier drei fertige Routenvorschläge für 7, 14 und 28 Tage, mit realistischen Fahrzeiten, den wichtigsten Stopps und praktischen Hinweisen zu Fähren und Maut.

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Warum eine Norwegen-Rundreise mit dem Mietwagen mehr Freiheit bedeutet als jede geführte Tour

Fjorde, Wasserfälle und einsame Bergpässe lassen sich nicht nach Busfahrplan erkunden. Wer spontan am Parkplatz zum Preikestolen hält oder den Sonnenuntergang über dem Hardangerfjord ohne Zeitdruck genießen will, braucht ein eigenes Fahrzeug. Das ist der zentrale Vorteil einer Norwegen-Mietwagenreise gegenüber jeder organisierten Gruppenreise.

Vor dem Start lohnt es sich, ein paar Grundlagen zu klären. Ein EU-Führerschein wird für Norwegen allgemein als ausreichend angesehen, für aktuelle Einreise- und Führerscheinbestimmungen empfiehlt sich ein Blick auf die Seiten des Auswärtigen Amts oder des ADAC. Als Fahrzeug empfiehlt sich erfahrungsgemäß mindestens ein Mittelklassemodell: Enge Bergpässe und steile Einbahnspuren können bei kleinen Fahrzeugen schnell unkomfortabel werden. Eine Vollkaskoversicherung mit geringer Selbstbeteiligung ist auf norwegischen Gebirgsstraßen keine Frage des Luxus, sondern der Voraussicht, viele Mietwagenvermieter erheben zudem Zusatzgebühren, wenn diese nicht bereits im Tarif enthalten ist. Außerdem gilt: Wer zwischen Juni und September reist, hat die verlässlichste Fahrsaison, da viele Pässe davor noch gesperrt sind.

7 Tage Norwegen: Die kompakte Fjordroute von Stavanger nach Bergen

Wer eine Woche Zeit hat, fährt am besten die Südnorwegen-Klassiker. Diese Route bietet Fjorde, Wandererlebnisse und eine der schönsten Städte Skandinaviens, ohne dass du jeden Tag hunderte Kilometer abreißen musst. Für eine Norwegen-Rundreise mit dem Mietwagen in sieben Tagen ist dies die empfehlenswerteste kompakte Streckenführung.

Die Tagesetappen im Überblick

  • Tag 1: Ankunft in Stavanger, erster Spaziergang durch die weiße Holzhausaltstadt.
  • Tag 2: Ausflug zum Preikestolen, die Wanderung dauert erfahrungsgemäß etwa drei bis fünf Stunden (je nach Kondition und Pausen) und endet mit einem der beeindruckendsten Ausblicke Norwegens.
  • Tag 3: Fahrt über den Hardangerfjord mit Stopp am Vøringsfossen-Wasserfall.
  • **Tag 4 & 5:**Eidfjord oder Ulvik, dann weiter über das Hardanger-Gebirge nach Voss.
  • Tag 6: Sognefjord und Flåm, eine Fahrt mit derFlåmbahngehört für viele Reisende zu den Höhepunkten der gesamten Reise.
  • Tag 7: Ankunft in Bergen, Bummel über die Bryggen und Besuch des Fischmarkts.

Fahrzeiten und praktische Hinweise

Die Fahrzeiten auf dieser Strecke sind kürzer als viele erwarten. Von Stavanger nach Bergen sind es auf direktem Weg rund 200 bis 250 km, je nach gewählter Route, die kurvenreichen Strecken verlängern die Fahrzeit aber deutlich. Als Faustregel gilt: Plane pro Tag nicht mehr als zwei bis drei Stunden reine Fahrzeit ein, damit genug Zeit für Stopps bleibt. Übernachten empfiehlt sich in Stavanger, Eidfjord (oder alternativ Ulvik), Flåm und Bergen. Im Juli und August empfiehlt es sich, Unterkünfte möglichst frühzeitig zu reservieren, in der Hochsaison sind beliebte Orte oft Wochen im Voraus ausgebucht.

Wer verschiedene Routen vergleichen möchte, kann z. B. den ADAC-Routenplaner zur Orientierung nutzen, um Entfernungen und Fahrzeiten für alternative Strecken abzuschätzen.


14 Tage Norwegen: Westnorwegen von Bergen über Geiranger bis zur Atlantikstraße

Zwei Wochen ermöglichen die klassische Westnorwegen-Runde, die alle wichtigen Highlights verbindet, ohne gehetzt zu wirken. Wer sich fragt, welche Route für eine Norwegen-Rundreise mit dem Mietwagen in 14 Tagen empfehlenswert ist, findet hier eine erprobte Antwort. In der ersten Woche erkundest du Bergen, den Sognefjord mit Flåm und Aurland, den Nigardsbreen-Gletscher und die Bergstadt Lom. Die zweite Woche gehört dem Geirangerfjord, dem Trollstigen, Ålesund und der Atlantikstraße bis Kristiansund.

Der Geirangerfjord ist UNESCO-Welterbe und gehört zu den fotogenischsten Abschnitten ganz Norwegens. Die Fähre zwischen Hellesylt und Geiranger ist kein lästiger Umweg, sondern Teil des Erlebnisses. Die Überfahrt dauert rund 65 Minuten, Preise für Pkw und Fahrer liegen bei etwa 390 NOK (Stand: aktuelle Saisonpreise beim Betreiber anfragen), und die Fahrt durch den schmalen Fjord zwischen Wasserfällen bleibt unvergesslich. Aktuelle Abfahrtszeiten findest du z. B. im Fährplan Hellesylt, Geiranger. Der Trollstigen folgt direkt danach: spektakuläre Haarnadelkurven, ein Panorama-Aussichtspunkt und ein Halt, den du fest einplanen solltest. Ålesund rundet den zweiten Reiseabschnitt mit seiner Art-Nouveau-Altstadt und dem Aksla-Aussichtspunkt ab.


Budget für Fähren und Maut

Für Fähren und Maut auf dieser Route brauchst du ein realistisches Budget. Das AutoPASS-System erfasst dein Kennzeichen an Mautstationen automatisch, du musst nicht anhalten. Ausländische Mietwagen werden dabei ebenfalls erfasst; die Gebühren rechnet der Vermieter im Anschluss mit dir ab. Plane für eine 14-tägige Westnorwegen-Rundreise grob zwischen 400 und 700 NOK an Mautkosten ein, abhängig von Route und Tunnelnutzung. Die Gesamtfahrtstrecke liegt bei realistisch 1.200 bis 1.500 km. 80 bis 150 km pro Tag reichen völlig aus, wenn du die Zeit sinnvoll für Stopps nutzt.

28 Tage Norwegen: Von den Fjorden in den Norden bis zu den Lofoten

Wer einen Monat Zeit hat, kann Norwegen wirklich durchqueren. Nach den Westnorwegen-Highlights fährst du über Trondheim weiter nordwärts. Trondheim verdient ein bis zwei Übernachtungen: Der Nidarosdom, die historische Altstadt am Nidelv und das entspannte Stadttempo bieten einen wohltuenden Kontrast zu den Landschaftsstrecken davor.

Von Trondheim geht es weiter Richtung Norden. Wer über Bodø fährt, nimmt die Fähre zu den Lofoten. Die Überfahrt von Bodø nach Moskenes dauert rund 3,5 Stunden und sollte, besonders in der Hochsaison, unbedingt im Voraus reserviert werden. Aktuelle Preise und Abfahrtszeiten findest du direkt beim Fährbetreiber (z. B. Torghatten Nord). Wer stattdessen über Narvik einfährt, erreicht die Lofoten auf dem Landweg und genießt dabei eine Fjordlandschaft, die es mit allem aufnimmt, was Westnorwegen zu bieten hat.


Lofoten: Drei bis vier Tage mindestens

Auf den Lofoten solltest du mindestens drei bis vier Tage einplanen. Die Inseldurchfahrt von Å nach Svolvær ist zwar nur rund 160 km lang, aber zwischen Hamnøy, Reine und Kabelvåg gibt es an kaum einer Stelle einen Grund, einfach durchzufahren. Pflicht-Stopps sind Hamnøy, Reine, Nusfjord und Kabelvåg, die Wanderung auf den Reinebringen gehört zu den lohnendsten Erlebnissen der gesamten Reise. Für Übernachtungen empfehlen sich traditionelle Rorbu-Hütten in Reine oder das Nusfjord Arctic Resort.

Als Endpunkt eignet sich Tromsø für die 28-Tage-Version sehr gut. Die Stadt liegt im Herzen Nordnorwegens, bietet im Sommer Mitternachtssonne und ist mit einem Heimflug gut erreichbar. Wer das Nordkap ansteuern will, sollte dafür mindestens vier bis fünf zusätzliche Tage einplanen, für Anreise, Rundfahrt und einen Wetterpuffer. Die Rückfahrt über Schweden oder Finnland ist eine reizvolle Alternative, um die gleiche Strecke nicht zweimal zu fahren.


Fähren, AutoPASS und Bergpässe: Was du wirklich wissen musst

Das AutoPASS-System ist Norwegens elektronisches Mautsystem und funktioniert vollautomatisch per Kennzeichenerfassung. Du fährst einfach durch, wirst erfasst, und die Rechnung kommt nach der Reise über den Mietwagenvermieter. Kläre vor Abfahrt im Mietwagenvertrag, ob AutoPASS-Gebühren pauschal enthalten sind oder separat abgerechnet werden, viele Vermieter erheben zusätzliche Bearbeitungsgebühren. So vermeidest du unerwartete Nachforderungen nach der Reise. Weiterführende Hinweise zur Maut in Norwegen helfen bei der Budgetplanung und dem Verständnis der Abrechnungswege.

Bei den Fähren gilt: Die Strecke Bodø, Moskenes kostet für Pkw und Fahrer je nach Saison zwischen 600 und 900 NOK (aktuelle Preise beim Betreiber prüfen, z. B. Torghatten Nord, Stand 2026). Eine Reservierung im Voraus ist dringend empfohlen. Die Geiranger-Fähre ab Hellesylt kostet rund 390 NOK und verkehrt saisonal von etwa Mai bis Oktober. Fähren in Norwegen sind kein Zeitverlust, sie sind Fjorderlebnis und ein fester Teil der Reise.

Bei den Bergpässen gilt eine klare Grundregel: Zwischen Juni und September sind alle wichtigen Strecken verlässlich offen. Der Trollstigen öffnet typischerweise Mitte Mai; Sognefjellet folgt häufig bereits Ende April bis Mitte Mai, während Dalsnibba in der Regel erst Ende Mai freigegeben wird. Wer im April oder Oktober reist, sollte die aktuellen Öffnungszeiten vorab auf vegvesen.no prüfen, Pässe können bei unerwarteten Schneefällen kurzfristig gesperrt werden.

7 bis 28 Tage

Tourcode: Norwegen per Mietwagen: Die beste Route für 7–28 Tage